Kurz vor Weihnachten noch einen kurzen Zwischenstopp in Manzanillo eingelegt.
Das Glück ist mir hold: Wir kommen spätnachmittags an, und da meine
Hafenarbeitszeiten tagsüber sind, kann ich nach dem Abendessen an Land!
Auslaufen ist für 1 Uhr geplant, jetzt hoffe ich nur, dass abends nicht die
Bürgersteige hochgeklappt werden. Ich warte noch auf den Messmann, der um halb
acht mit seiner Schicht fertig ist, und zusammen ziehen wir los. Ich bin nun
schon zum 4. Mal hier, unglaublich, wenn man sich das vorstellt. Und jedes Mal
an Land gewesen!
Den Weg in die Stadt hatte ich kürzer in Erinnerung. Wir brauchen eine
Dreiviertelstunde, meine armen Füße! Lange suchen wir vergeblich nach einem
Internetcafé, das Skype hat. Hätte ich gewusst, dass es überall Wifi gibt,
hätte ich meinen Laptop mitgenommen und Zeit gehabt, schön wie ursprünglich
geplant in der Kneipe zu hocken. Statt dessen stöbern wir ein wenig durch die
Geschäfte (ja, alles noch offen!) und finden endlich, als wir uns schon auf
den Rückweg machen wollen, ein Internetcafé. Ausgiebig schwätzen mit den
Lieben zu Hause, und dann über die Plaza bummeln. Hier scheint eine große
Party im Gange zu sein, alles ist für eine Kirmes aufgebaut. Wir gehen noch
lecker Hamburger essen und dann, es ist schon nach Mitternacht, zurück zum
Schiff. Unterwegs gabeln wir noch den Maschinenkadett auf, und 1min vor 1 Uhr
sind wir an der Gangway. Die Jungs von der Gangwaywache haben schon mit den
Füßen gescharrt, aber wir sind pünktlich!
Und das ist das beste Beispiel für einen erfolgreichen Landgang: Die
ausländische Währung bis auf den letzten Peso rausgehauen, günstig mit zuhause
telefoniert und keine einzige Minute der wertvollen Landgangszeit verschenkt!
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